
NISCHEN
Auftaktausstellung POMP
Larissa Mühlrath & Pauline Berger
mit Editionen der Künstler*innen der POMP studios: Agathe Borbe, Constanze Böhm, Jakob Gaumer, Lea Schürmann & Christian Holl, Domingos de Barros Octaviano, Fabian Schneiker, Kira Wieckenberg
Aus Kisten und Kartons entsteht ein räumliches Raster. Die Behältnisse verkörpern bereits ein Dazwischen. Sie lagern, schützen, archivieren, transportieren, warten. Sie stehen irgendwo zwischen Aufbruch und Ankunft, in Übergängen und vorläufigen Zuständen. Sie schützen und halten, sie können Nester und wertschätzende Gefäße sein, in ihren vier Wänden entstehen Möglichkeitsräume. In der Ausstellung bilden sie eine Vielzahl von Nischen und erzeugen einen neuen Raum, in dem viele kleine Orte nebeneinander bestehen, wie in den Vertiefungen eines Setzkastens.
Eine Nische ist ein architektonisches Element, das seit der Antike dazu diente, Figuren, Altäre oder heilige Schriften hervorzuheben. Heute beherbergen architektonische Nischen Fahrräder, Stromkästen, Mülltonnen, Regenrohre, Staub oder Menschen und Tiere, die Schutz suchen. Vom lateinischen "nidus" (Nest) abgeleitet, verweist die Nische auf räumlichen Schutz. Zugleich erzählt das Wort "Nischendasein" davon, dass abseitige oder sehr spezifische Orte Existenzen ermöglichen: ein Leben im Dazwischen, randständig oder in der Lücke. Auch die ökologische Nische beschreibt ein Verhältnis zu anderen, das in Konkurrenz ebenso wie in Koexistenz bestehen kann.
Larissa Mühlrath und Pauline Berger setzen und besetzen die Nischen des Ausstellungsraums. Das Arbeiten in und mit Kisten und Kartons eröffnet einen spielerischen Entwicklungs- und Deutungsprozess. Nischenübergreifende Bezüge entstehen und lösen sich wieder auf, die räumlichen Strukturen lenken den Blick und bedingen die Bewegung im Raum.
Gemeinsam mit eigens für die Ausstellung erarbeiteten Editionen der Künstler*innen der POMP studios bildet das Ausstellungsprojekt Nischen den Auftakt des öffentlichen Programms nach mehrjähriger Planungs- und Umbauphase von POMP.
Larissa Mühlrath wurde im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Leipzig eingeladen, vor Ort zu arbeiten und eine Ausstellung mit ihrer Perspektive auf Nischen, Stadt und Menschen zu entwickeln. Auf Einladung von POMP hin lud sie eine weitere Künstlerin ein: Pauline Berger, mit der sie im kollegialen Austausch ein Konzept entwickelt hat, das dem Ort und Thema gleichermaßen Rechnung trägt. Mit Raumstrukturen und Nischen aus Kisten und Kartons greifen sie auf, was POMP in den letzten Monaten beschäftigt hat: das Einziehen, Ankommen und Einrichten. Nach der Planungs- und Umbauphase, die von punktuellen öffentlichen Präsentationen begleitet wurde, wächst nun alles, auch räumlich, zusammen: die Atelierräume POMP studios, das Residenzprogramm niki residency und der Ausstellungsraum POMP zentrale.
POMP als gesamtes Projekt lässt sich daher ebenfalls als Setzkasten denken, denn es ist ein gemeinsamer Ort verschiedener künstlerischer Praktiken, Ateliers und Perspektiven. Dabei geht es nicht allein darum, Räume bereitzustellen, sondern Bedingungen zu schaffen, unter denen unterschiedliche Menschen arbeiten, sich begegnen und bleiben können. Die Kulturwissenschaftlerin Sara Ahmed erinnert in ihren Überlegungen zu einer queeren Phänomenologie daran, dass Räume niemals neutral sind, sondern manche Körper willkommen heißen und andere ausschließen. Nischen entstehen daher oft dort, wo Menschen sich Räume für gemeinsames Tun selbst schaffen müssen.
Die Auftaktausstellung markiert den Beginn des öffentlichen Programms von POMP und den Auftakt einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen POMP zentrale, niki residency und den Städtepartnerschaften Hannovers.
Eröffnung: 04.09., 19 Uhr
Ausstellungslaufzeit: 05.09. - 31.10.2026
Öffnungszeiten: Mi, Sa & So, 14-18 Uhr und auf Anfrage
Künstlerinnengespräch: Sa., 31.10.26, 16 Uhr
Öffnungszeiten zu Zinnober: 05.09. und 06.09., 12 bis 19 Uhr
Führung durch die Ausstellung und POMP studios: 05.09., 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung: 06.09., 15 Uhr
Kuratorisches Team “Nischen”: Nora Brünger, Constanze Böhm, Kathrin Jobczyk, Theresa Tolksdorf
Die Ausstellung Nischen wird freundlich gefördert von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Hannover, der Landeshauptstadt Hannover, der Städtepartnerschaften-Projektförderung des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover, der Region Hannover und der Stiftung Edelhof Ricklingen.

NISCHEN
Auftaktausstellung POMP
Larissa Mühlrath & Pauline Berger
mit Editionen der Künstler*innen der POMP studios: Agathe Borbe, Constanze Böhm, Jakob Gaumer, Lea Schürmann & Christian Holl, Domingos de Barros Octaviano, Fabian Schneiker, Kira Wieckenberg
Aus Kisten und Kartons entsteht ein räumliches Raster. Die Behältnisse verkörpern bereits ein Dazwischen. Sie lagern, schützen, archivieren, transportieren, warten. Sie stehen irgendwo zwischen Aufbruch und Ankunft, in Übergängen und vorläufigen Zuständen. Sie schützen und halten, sie können Nester und wertschätzende Gefäße sein, in ihren vier Wänden entstehen Möglichkeitsräume. In der Ausstellung bilden sie eine Vielzahl von Nischen und erzeugen einen neuen Raum, in dem viele kleine Orte nebeneinander bestehen, wie in den Vertiefungen eines Setzkastens.
Eine Nische ist ein architektonisches Element, das seit der Antike dazu diente, Figuren, Altäre oder heilige Schriften hervorzuheben. Heute beherbergen architektonische Nischen Fahrräder, Stromkästen, Mülltonnen, Regenrohre, Staub oder Menschen und Tiere, die Schutz suchen. Vom lateinischen "nidus" (Nest) abgeleitet, verweist die Nische auf räumlichen Schutz. Zugleich erzählt das Wort "Nischendasein" davon, dass abseitige oder sehr spezifische Orte Existenzen ermöglichen: ein Leben im Dazwischen, randständig oder in der Lücke. Auch die ökologische Nische beschreibt ein Verhältnis zu anderen, das in Konkurrenz ebenso wie in Koexistenz bestehen kann.
Larissa Mühlrath und Pauline Berger setzen und besetzen die Nischen des Ausstellungsraums. Das Arbeiten in und mit Kisten und Kartons eröffnet einen spielerischen Entwicklungs- und Deutungsprozess. Nischenübergreifende Bezüge entstehen und lösen sich wieder auf, die räumlichen Strukturen lenken den Blick und bedingen die Bewegung im Raum.
Gemeinsam mit eigens für die Ausstellung erarbeiteten Editionen der Künstler*innen der POMP studios bildet das Ausstellungsprojekt Nischen den Auftakt des öffentlichen Programms nach mehrjähriger Planungs- und Umbauphase von POMP.
Larissa Mühlrath wurde im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Leipzig eingeladen, vor Ort zu arbeiten und eine Ausstellung mit ihrer Perspektive auf Nischen, Stadt und Menschen zu entwickeln. Auf Einladung von POMP hin lud sie eine weitere Künstlerin ein: Pauline Berger, mit der sie im kollegialen Austausch ein Konzept entwickelt hat, das dem Ort und Thema gleichermaßen Rechnung trägt. Mit Raumstrukturen und Nischen aus Kisten und Kartons greifen sie auf, was POMP in den letzten Monaten beschäftigt hat: das Einziehen, Ankommen und Einrichten. Nach der Planungs- und Umbauphase, die von punktuellen öffentlichen Präsentationen begleitet wurde, wächst nun alles, auch räumlich, zusammen: die Atelierräume POMP studios, das Residenzprogramm niki residency und der Ausstellungsraum POMP zentrale.
POMP als gesamtes Projekt lässt sich daher ebenfalls als Setzkasten denken, denn es ist ein gemeinsamer Ort verschiedener künstlerischer Praktiken, Ateliers und Perspektiven. Dabei geht es nicht allein darum, Räume bereitzustellen, sondern Bedingungen zu schaffen, unter denen unterschiedliche Menschen arbeiten, sich begegnen und bleiben können. Die Kulturwissenschaftlerin Sara Ahmed erinnert in ihren Überlegungen zu einer queeren Phänomenologie daran, dass Räume niemals neutral sind, sondern manche Körper willkommen heißen und andere ausschließen. Nischen entstehen daher oft dort, wo Menschen sich Räume für gemeinsames Tun selbst schaffen müssen.
Die Auftaktausstellung markiert den Beginn des öffentlichen Programms von POMP und den Auftakt einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen POMP zentrale, niki residency und den Städtepartnerschaften Hannovers.
Eröffnung: 04.09., 19 Uhr
Ausstellungslaufzeit: 05.09. - 31.10.2026
Öffnungszeiten: Mi, Sa & So, 14-18 Uhr und auf Anfrage
Künstlerinnengespräch: Sa., 31.10.26, 16 Uhr
Öffnungszeiten zu Zinnober: 05.09. und 06.09., 12 bis 19 Uhr
Führung durch die Ausstellung und POMP studios: 05.09., 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung: 06.09., 15 Uhr
Kuratorisches Team “Nischen”: Nora Brünger, Constanze Böhm, Kathrin Jobczyk, Theresa Tolksdorf
Die Ausstellung Nischen wird freundlich gefördert von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Hannover, der Landeshauptstadt Hannover, der Städtepartnerschaften-Projektförderung des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover, der Region Hannover und der Stiftung Edelhof Ricklingen.